Die Werra-Wartburgregion ist für ihr Konzept einer Genossenschaft der Kommunen für Innenentwicklung im Bundeswettbewerb „Aus LEER wird MEHR – Innovationspreis Wohnen in ländlichen Räumen“ ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) durchgeführt.
Mit dem Wettbewerb werden bundesweit innovative Projekte, Strategien und Konzepte gewürdigt, die dazu beitragen, Leerstände für Wohnzwecke zu reaktivieren und lebendige Ortskerne im ländlichen Raum zu stärken. Ziel ist es, ungenutzte Gebäude als wertvolle Ressource für die Schaffung von Wohnraum und die nachhaltige Ortsentwicklung zu aktivieren.
Die Werra-Wartburgregion konnte die Fachjury mit ihrem Ansatz einer interkommunalen Genossenschaft überzeugen. Die Genossenschaft soll die Mitgliedskommunen künftig dabei unterstützen, Leerstände und Brachflächen aktiv zu entwickeln, Eigentümer zu beraten, Fördermittel einzuwerben und gemeinsam Dienstleistungen für die Innenentwicklung zu organisieren. Damit entsteht eine innovative Organisationsform, die den Kommunen mehr Handlungsfähigkeit bei der Bewältigung des demografischen Wandels und der Entwicklung ihrer Ortskerne ermöglicht.
Das Konzept der Genossenschaft entstand im Rahmen des Modellvorhabens der Raumordnung (MORO), das von 2023 bis 2025 in der Werra-Wartburgregion umgesetzt wurde. Ziel des Modellvorhabens war es, neue Instrumente und Organisationsformen für eine wirksame interkommunale Innenentwicklung zu entwickeln. Die Auszeichnung zeigt, dass dieser innovative Ansatz auch überregional auf großes Interesse stößt.
Die Werra-Wartburgregion wird den Aufbau der Genossenschaft nun weiter vorantreiben und gemeinsam mit ihren Mitgliedskommunen die nächsten Schritte zur Umsetzung gehen. Ziel ist es, die Innenentwicklung dauerhaft zu stärken und den historischen Ortskernen der Region neue Perspektiven zu eröffnen.
