Erstellung eines Radverkehrskonzepts

In einem ersten Projekt zur Umsetzung des Handlungsfeldes Alltagsradverkehr wurden regionale Radrouten zur inneren Erschließung der Region für den Radverkehr ausgebaut und ausgewiesen sowie Abstellanlagen an Schulen und wichtigen Übergangspunkten zum ÖPNV geschaffen. Im Rahmen der Umsetzung dieses Projekts wurde festgestellt, dass die Maßnahmen zu einer Stärkung des Radverkehrs und erhöhten Nutzerzahlen führen. Hierzu tragen sowohl ein verändertes Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität als auch die zunehmende Nutzung von E-Bikes bei, die das Fahrrad auch bei längeren Arbeitswegen im ländlichen Raum zur Option machen. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen und ein insgesamt funktionierendes Netz für den Alltagsradverkehr in der Region zu schaffen, sind jedoch noch eine Vielzahl von Lückenschlüssen, Ergänzungsrouten, innerörtlichen Radwegausweisungen sowie ergänzende Infrastrukturen erforderlich. Daher ist es gemeinsames Ziel der sieben Kommunen, ein regionales Radverkehrskonzept aufzustellen, dass als Grundlage für den gemeinsamen Ausbau des Radnetzes für den Alltagsradverkehr in den nächsten Jahren dienen kann. Das regionale Radverkehrskonzept soll auf dem Konzept des Wartburgkreises aufbauen, welches bereits in 2025 startete und insbesondere die überörtlichen Radrouten auf Ebene des Wartburgkreises plant.

Aktuell akqueriert der Verein Fördermittel für die Umsetzung des Radverkehrskonzepts und plant mit der Umsetzung ab 2026. Folgende Schwerpunktthemen sollen im Konzept behandelt werden:

Planung Alltagsnetz

Das geplante Radnetz soll sich in drei Stufen gliedert: Die überregionale Ebene umfasst alle Fernradwege, wie den Rhönradweg, Werratalradweg und die Thüringer Waldrandroute, die regionale Ebene beinhaltet die drei umgesetzten regionalen Radrouten, die die Region entlang der Seitentäler der Werra erschließen sowie das Radroutennetz des Wartburgkreises und auf der lokalen Ebene befinden sich die untergeordneten Ortsverbindungen und Ergänzungsstrecken als Querverbindungen zwischen und Zubringer zu den regionalen Routen. Durch die Planung im Rahmen der Förderung sollen notwendige Lückenschlüsse und Ergänzungsrouten identifiziert und der Ausbaubedarf der bestehenden Routen erfasst werden.

Verkehrssicherheitsaudit

Die Umsetzung der Radwege endet im ländlichen Raum oft am Ortseingang mit einer Einbindung des Radweges auf die Ortsdurchfahrt. Oft entstehen hierdurch im Einmündungsbereich oder in innerörtlichen Kreuzungsbereichen Verkehrssituationen mit geringer Sicherheit für die Radfahrenden. Es sollen daher für Brennpunkte Verkehrslösungen für einmündende Radwege bzw. die innerörtliche Radwegeführung erarbeitet werden.

Infrastruktur

Neben dem Ausbau des Radwegenetzes soll auch der Ausbau begleitender Fahrradinfrastruktur untersucht und geplant werden. Hierzu gehören in erster Linie der weitere Ausbau der Abstellanlagen an den Zielorten und den Übergangspunkten zum ÖPNV, die Beleuchtung von Wegeabschnitten (z.B. Hämbacher Kreuz – Bahnübergang Tiefenort) und Gefahrenpunkten zur Verbesserung der Sicherheit (Prüfung des Einsatzes von Solarleuchten) sowie der Ausbau von Serviceangeboten.

Digitalisierung und Unterhaltung

Für das vorhandene Radwegenetz und den geplanten Ausbau einschließlich der begleitenden Infrastrukturen und Beschilderungen soll ein GIS-basiertes Kataster aufgebaut werden, das die Grundlage einer regionalen Vereinbarung zur Unterhaltung des Wegenetzes und der Infrastrukturen wird. Das Kataster soll mit einem online-basierten Mängelmelder verknüpft werden (Nutzung eines vorhandenen Onlinesystems, wie outdooractive).

Beteiligung und Öfffentlichskeitarbeit

Die Erstellung des Radverkehrskonzepts soll von einem Beteiligungsprozess begleitet werden, der regionale Akteure, wie den Vorstand des Regionalvereins und die Bürgermeister der beteiligten Kommunen, aber auch Fachexperten (z.B. ADFC, Radverkehrsbeauftragte, Bauverwaltungen) einbindet. Es ist eine Lenkungsgruppe zu bilden, die den Planungsprozess begleitet und die Ergebnisse abnimmt. Aber auch die Kenntnis der Bevölkerung über das lokale Wegenetzes ist zu berücksichtigen. Hierfür soll eine online-basierte Beteiligungsplattform genutzt werden. Darüber hinaus sind Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit für den Umsetzungszeitraum wie die Erstellung von Informationsmaterial (digital und print) zu planen. Prozessbegleitend sind Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. über die Homepage des Regionalvereins) zu leisten.

Kontaktdaten

Rufen Sie uns an, schreiben Sie eine E-Mail oder finden Sie uns auf Google Maps.

(03 69 61) 47 50

kontakt@werra-wartburg.de

Werra-Wartburgregion e.V. c/o Gemeinde Barchfeld-Immelborn
Nürnberger Straße 63
36456 Barchfeld-Immelborn